UNSER VEREIN

Chronik der TGD

Die Geburtsstunde unseres Vereins liegt im Jahre 1882.
Junge Männer aus unserm Heimatort fanden sich zusammen, um das Turnen zu einer Volksangelegenheit zu machen. Sie übernahmen die Aufgabe durch Leibesübungen in der Gemeinschaft, die körperliche Kräftigung sowie die Reinheit der Sitten zu erstreben und zu bewahren.
Über 120 Jahre Turnen, Spiel, Sport und Gesang innerhalb der Turngemeinde lohnen einen kurzen Rückblick zu nehmen auf die Vereinsgeschichte.

Die Gründung des Vereins erfolgte 1882 durch einige turnbegeisterte Dörnigheimer. Unter dem Namen „Turnverein von 1882“ wurden die ersten Weichen für die heutige über 120jährige Vereinstätigkeit gestellt.
Die ersten Vereinssatzungen wurden am 3. Mai 1882 vom damaligen königlichen Landratsamt in Hanau am Main genehmigt und ausgehändigt.
Bereits 1888 wurde aus den Reihen der Turner eine neue Abeilung gegründet. Trommler und Pfeifer verschönerten durch ihr Spiel die turnerischen Veranstaltungen.
Im Jahr 1892 entstand unter dem Namen Turngesellschaft bereits ein zweiter Turnverein.
Für die damaligen wenigen Aktiven des Turnvereins bedeutete diese Neugründung ein Ansporn zu noch größerer Werbung für die Sache des Turnens.
Mit der Zeit wuchs die Anzahl der aktiven Turner immer mehr und die Bevölkerung nahm zunehmend mehr Anteil an der turnerischen Arbeit.
Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde die Vereinstätigkeit völlig zum Erliegen gebracht.
Aus finanziellen Gründen erfolgte dann im Jahr 1923 der Zusammenschluss der beiden Dörnigheimer Turnvereine unter dem Namen „Turngemeinde 1882 Dörnigheim“.
Bereits ein Jahr zuvor wurde von unserem, 1981 verstorbenen, Ehrenoberturnwart Wilhelm Kegelmann, durch Bildung einer Mädchenriege, das Frauenturnen eingeführt.
1925 wurde aus Freude am Spiel durch einige Turner die Handball-Abteilung gegründet.
Eine weitere günstige Aufwärtsentwicklung nahm der Verein durch die Übernahme des bereits im Jahr 1880 gegründeten Gesangvereins „Germania“. Der Zusammenschluss erfolgte 1932.
Das 50jährige Jubiläum der Turngemeinde im Jahr 1932 stand bereits ganz im Zeichen dieser Vereinigung. Turner, Spielleute, Sänger und Handballer gestalteten gemeinsam das damalige Jubiläumsfest.
Die Turngemeinde war aus dem Vereinsleben in Dörnigheim nicht mehr wegzudenken.
Als Vereinslokale wurden damals die Gaststätten „Zur Mainlust“ und „Zum Schiffchen“ wechselseitig auserwählt.
Ende der 30er Jahre wurde das gesamte Vereinsleben in Dörngiheim durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges in immer stärkerem Maße beeinträchtigt. Hiervon blieb auch die Turngemeinde nicht verschont. In den Kriegsjahren mussten alle Abteilungen ihre Tätigkeit einstellen.
Nach Beendigung des grauenvollen 2. Weltkrieges im Jahr 1945 wurde in Dörnigheim eine Sportgemeinschaft gegründet, in der alle sporttreibenden Vereine zusammengeschlossen waren. Diese Sportgemeinschaft konnte sich aber nicht lange halten. Es bildeten sich wieder die früheren Vereine in eigener Regie.
Auch die Turngemeinde wurde im Jahr 1948 wieder neu ins Leben gerufen. Die Abteilungen Turner, Sänger und Handballer nahmen nach und nach ihre Tätigkeit wieder auf.
1952 erfolgte dann unter dem Namen „Musik- und Spielmannszug“ die Neugründung einer Abteilung, die in den folgenden Jahren einen steilen Aufschwung erleben sollte.
Keine Veranstaltung der Turngemeinde wurde abgehalten, bei der nicht der Musik- und Spielmannszug zur Verschönerung und Unterhaltung mitwirkte.
Ein großes Ereignis war das im Jahr 1957 abgehaltene Gauturnfest in Dörnigheim anlässlich des 75jährigen Vereinsjubiläums.
Die einzelnen Abteilungen waren bisher zur Abwicklung ihres Übungs- und Verwaltungsbetriebes in verschiedenen Gaststätten untergebracht.
Der Erlös aus dem Gauturnfest 1957 sollte mit dazu beitragen, in den kommenden Jahren eine vereinseigene Turnhalle zu bauen. Der im Jahre 1956 gefasste Beschluss wurde in den Jahren 1957 bis 1959 verwirklicht.
Unter tatkräftigem Einsatz vieler Mitglieder und durch Spenden von Freunden und Gönnern des Vereins, wurde in der Bahnhofstraße eine Turnhalle errichtet und am 11. April 1959 eingeweiht.
Die einzelnen sporttreibenden Abteilungen des Vereins hatten somit eine Übungsstätte erhalten, wo sie ihren Übungsbetrieb abwickeln konnten.
Hier sei dem verstorbenen damaligen 1. Vorsitzenden J. Dammköhler und seinen vielen ehrenamtlichen Helfern ein nachträgliches Dankeschön gesagt.
Noch während der Bauzeit der Turnhalle gründete sich im Jahr 1958 die Tischtennis-Abteilung.
Sehr rasch entwickelte sich in der Turnhalle ein reges sportliches und kulturelles Leben innerhalb Dörniheims.
1962 wurde das Gaststätten-Gebäude fertiggestellt, wo man sich noch heute gerne trifft und über die verflossenen Vereinsjahre und die heutige Vereinsarbeit, bei gemütlichem Zusammensein, diskutiert.
Im gleichen Jahr feierte die Turngemeinde, in Verbindung mit der 10jährigen Wiedergründung des Musik- und Spielmannzuges, ihr 80-Jähriges Bestehen.
Im Jahre 1965 bildete sich die Fechtabteilung für Kinder und Jugendliche.
In kürzester Zeit konnte diese neue Abteilung auch die ersten Erfolge verzeichnen. Auf Landes- und Bundesebene wurden mehrere Meisterschaften errungen.
Der Bau von zwei Kegelbahnen wurde im Jahr 1966 beschlossen und durch unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz einiger Mitglieder vollendet. Diese beiden Kegelbahnen erfreuen sich noch heute eines großen Zuspruchs und tragen zur Finanzierung des Übungsleiterbetriebes und der Unterhaltung des gesamten Turnhallengebäudes wesentlich bei.
Der dringende Raumbedarf, hervorgerufen durch die intensive Übungsarbeit der einzelnen Abteilungen, veranlasste 1970 den Vorstand und die Mitgliederschaft des Vereins, den Bau eines Gymnastikraums.
Hier konnten dann die Sängerinnen und Sänger, des in der Zwischenzeit in einen gemischten Chor umstrukturierten Männerchors, ihr Übungsprogramm vollziehen.
Gleichzeitig wurde dieser neue Raum zum Übungsraum für die neue Jazz-Gymnastikgruppe, einer Gruppe junger Mädchen und Frauen, die Interesse an der Gymnastik fanden. Durch rege Übungsarbeit brachte es diese Gruppe bis zur Hessenmeisterschaft.
Das 90jährige Vereinsjubiläum wurde 1972 in Verbindung mit dem Stadtfest begangen.
Mit dem Anwachsen der Bevölkerung innerhalb Dörnigheims, einem Stadtteil der zur Stadt Maintal zusammengelegten Orte Bischofsheim, Hochstadt Wachenbuchen und Dörnigheim, ist auch der Mitgliederstand
der Turngemeinde gestiegen.
Ende der 70er Jahre wurde der Musik- und Spielmannszug in ein reines Blasorchester umstrukturiert.
Außer den beliebten Sonntagskonzerten im Laufe des Jahres, vollzog das Blasorchester bei vielen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb unserer jungen Stadt, durch die musikalische Umrahmung ein enormes Musikprogramm, das nur durch intensive Übungsarbeit bewältigt werden konnte.
Aus den Reihen der Mitglieder haben sich noch kleinere Abeilungen und Gruppen gebildet, so u.a. die Volleyball-Abteilung, die aus der Turnabteilung entstanden Gruppen Hausfrauen-Turnen, Mutter und Kind, Turnen Er und Sie, reines Männerturnen, Kinderturnen und nicht zuletzt die Wandergruppe, die sich monatlich durch eine Wanderung der Natur erfreut.
Die steigende Anzahl der Mitglieder erforderte eine umfangreichere Geschäftsführung. Aus diesem Grund wurde
im Jahr 1981 Geschäftszimmer und der darunter befindliche Geräteraum angebaut.
1982 beging die TGD ihr 100jähriges Bestehen mit Jubiläumsveranstaltungen, die sich über das ganze Jahr hinzogen. (Silvesterball, Maskenball, Kommersabend, Festzug anlässlich des Pfingstfestes, Oktoberfest, Sportschau „Turngemeinde stellt sich vor“).
Mit dem Bau der Maintalhalle fanden die Fechter eine neue Heimat in der schönen neuen Fechthalle und konnten somit ihren Trainingsablauf optimieren, was durch viele Erfolge auf Meisterschaften bestätigt wurde.
1983 wurden die Sanitär- und die Umkleideräume der Turnhalle komplett saniert.
Im November 1990 zeigten die Aktiven der TGD bei einer großen Sportschau in der Maintalhalle, dass sie für das neue Jahrtausend gewappnet sind . Die Veranstaltung stand unter dem Motto „TGD ins Jahr 2000“.
Im Jahr 1993 beging Dörnigheim unter der Teilnahme vieler Aktiven Teilnehmer der TGD am Festumzug, bunten Abend, Ausschank und Organisation sein 1200jähriges Bestehen.
Im selben Jahr wurde die unter der Bühne befindliche Bar zum Multifunktionsraum umgebaut und komplett renoviert. Dieser Raum wird gerne für Abteilungsfeiern, aber auch private Feiern genutzt.
1994 wurden die Fenster in der Turnhalle erneuert und im darauffolgendem Jahr bekam die Halle durch die Holzverkleidung ein neues Gesicht.
1999 feierte die Gymnastikabteilung mit einem großen bunten Abend ihr 40jähriges Bestehen in der Sporthalle.
Im Jahr 2000 löste sich die Wandergruppe aus der Abteilung Turnen heraus und wurde zur selbständigen Wanderabteilung.
Im gleichen Jahr wurde die Abteilung Gymnastik nach Krebs als Gemeinschaftsabteilung mit den Freien
Turnern gegründet.
Anlässlich des 120jährigen Bestehens feierte die Turngemeinde im Oktober 2002 mit einer großen Sportschau,
unter Teilnahme fast aller Abteilungen, ihren Geburtstag.
Im Jahr 2003 wurden Renovierungen im Geschäftszimmer und in den Duschräumen durchgeführt.

Das in kurzen Auszügen dargestellte Vereinsgeschehen innerhalb der letzten 120 Jahre soll allen Mitgliedern und Nichtmitgliedern, die den Weg in unseren Verein noch nicht gefunden haben, eine Übersicht geben, über die geleistete Arbeit seit der Vereinsgründung.
Die Arbeit innerhalb eines Vereins dieser Größenordnung kann nur durch den selbstlosen Einsatz vieler Mitglieder bewältigt werden, sei es passiv oder aktiv, sowie der Unterstützung von Freunden und Gönnern.